STATT EINER PREDIGT
Gedanken zum Pfingstfest
Psalm 118
Komm, Gott Schöpfer, Heilger Geist
Statt einer Predigt

Gedanken zum Pfingstfest

Pfingsten … ist das Fest 50 Tage nach Ostern. Schon der Name deutet auf diese Verbindung hin: Pfingsten kommt von gr. „pentekoste hemera“ = der 50. Tag. Dieses Fest wird oft als der „Geburtstag“ der Kirche bezeichnet. Das Pfingstfest stellt der Kirche, wie auch jeden einzelnen Christen die Frage: Sind wir Kirche des Geistes? Bin ich ein Kind des Geistes. Gemeint ist natürlich der „Heilige Geist“ Gottes, der tröstet, uns zur Seite steht und uns vor Gott vertritt

 

Das Pfingstgeschehen hat seine negative Entsprechung in der Sprachenverwirrung beim Turmbau zu Babel (1. Mose 11,1-9). Damals wollte man hoch hinaus … den Himmel erreichen. Doch es ging den Menschen nicht um die Nähe zu Gott, sondern sie hatten Hintergedanken „... damit wir uns einen Namen machen …“. Das hatte Folgen. Dieser Stolz und Größenwahn brachte das Projekt zum Scheitern: es widerstrebt dem „Soli deo gloria“ (dem „allein Gott sei die Ehre“ aus der Weihnachtsgeschichte).

 

Die Begeisterung bei den Jüngern über Tod und Auferstehung Jesu hielt sich in Grenzen. Verständlich, denn Angst regierte die Herzen. So traf man sich hinter verschlossenen Türen. „Zumachen“ … das kennen wir. Wir machen zu, wenn wir betroffen sind, Angst haben oder uns jemand komisch kommt. Wir kennen Menschen, die „verschlossen“ sind. All das ist für Jesus kein Hindernis. Er kommt in verschlossene Räume und Herzen … nicht mit Gewalt, er bricht nicht ein und zerstört auch nichts. Er ist einfach da und gibt sich mit seinen Verletzungen zu erkennen, als könnten nur diese Wunden zu unseren Verletzungen sprechen. Es gibt keinen Gott, der Wunden hat, nur Jesus Christus.

 

Der Heilige Geist macht sprachfähig. Er dient der Verständigung der Völker und bringt Menschen zusammen (aus diesem Grund kann es keine nationale Staatskirche geben, Kirche umspannt von Anfang an die ganze Welt). Das Evangelium von Jesus Christus gilt allen Menschen gleich. Was die einen „begeistert“  - „… wir hören sie [verständlich] von den großen Taten Gottes reden“ - löst bei anderen Unverständnis, Entsetzen, Verwunderung, Ratlosigkeit, Spott … aus. Da hat sich in 2000 Jahren Kirchengeschichte nicht viel geändert.

Doch dann ergreift jener Petrus  das Wort, der 53 Tage zuvor behauptete, Jesus nicht zu kennen: „… wer den Namen des Herrn [Jesus] anrufen wird, der soll gerettet werden …!“

 

Jesus bringt Frieden! Er bringt den Frieden Gottes. Das ist mehr als ein frommer Wunsch. „Friede sei mit euch!“ ist nun Wirklichkeit und treibende Kraft des Christen.

Jesus sendet uns! Wir sollen zu anderen Menschen hingehen, aufstehen, aufeinander zugehen.

Jesus gibt uns einen Auftrag: Wir sollen vergeben und versöhnen.

An diesen drei Punkten kann ich erkennen, was aus Gottes gutem Geist kommt, und was nicht. Spalten und zerstören kommt nicht von Gott, sondern vom Teufel. So einfach ist das.

 

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihr Pfarrer Reimund Lenth

 

Frohe Pfingsten … und „Gott schütze Sie!“

Termine

... in der Lindenbergstr. 8
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