STATT EINER PREDIGT
Philipper 2, 5 - 11
Psalm 102 in Auswahl
Gott hört dein Gebet
BALKONSINGEN - Wir machen mit!

Möge die Straße

Balkon-Singen - die Evangelische Kirche in Deutschland ruft dazu auf, jeden Abend um 19 Uhr aus dem eigenen Fenster oder Haustür oder vom eigenen Balkon aus gemeinsam mit anderen Menschen in der Straße ein Lied zu singen.

Eine wunderbare Aktion, „denn Singen verbindet und tut gut!“

Lasst uns auch in Hückeswagen gemeinsam singen!

An den nächsten Abenden singen wir das Lied "Möge die Straße uns zusammenführen".

 

Den Text dieses Segensliedes finden Sie, wenn Sie  auf die Überschrift "Möge die Straße" klicken.

 

Gedanken zur Epistel zum Palmsonntag

Philipper 2, 5 - 11

Nehmt euch Jesus Christus zum Vorbild: Obwohl er in jeder Hinsicht Gott gleich war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, wie Gott zu sein. Nein, er verzichtete darauf und wurde einem Sklaven gleich: Er wurde wie jeder andere Mensch geboren und war in allem ein Mensch wie wir. Er erniedrigte sich selbst noch tiefer und war Gott gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum schändlichen Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott erhöht und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. Vor Jesus müssen einmal alle auf die Knie fallen: alle im Himmel, auf der Erde und im Totenreich. Und jeder ohne Ausnahme wird zur Ehre Gottes, des Vaters, bekennen: Jesus Christus ist der Herr!

 

Liebe Leser,

mit Palmsonntag treten wir ein in die Stille Woche und begleiten Jesus auf seinem Weg: Triumphaler Einzug in Jerusalem, letztes Mahl mit seinen Jüngern, Verrat, Verurteilung, Tod am Kreuz auf Golgatha, Auferstehung. Das Licht von Ostern überstrahlt letztlich alles; Jesus Christus ist der Herr.

So beschreibt ihn Paulus mit einem alten Hymnus der Christenheit in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi (Verse 5-11). Der Brief ist in einem Gefängnis in Rom verfasst worden, also unter widrigen Umständen. Dennoch, der Apostel lobt und preist Jesus Christus mit diesem Lied.

Hymnen,  Lieder muss man singen, damit sie ihren vollen Klang entfalten.

Aber ist uns zum Singen zumute?

Trotz, oder wegen aller Umstände, die die aktuelle Lage mit sich und über uns gebracht hat, singen viele Menschen auch in unserer Stadt, allein und doch vereint(!), jeden Abend um 19:00 Uhr ein Lied des Glaubens, denn Singen macht froh und soll auch unser Herz ausrichten auf den hin, der uns in seiner Hand hält: Gott, der Herr.

Dieser Herr wird in dem Christushymnus dargestellt als Kyrios, Herr der Welt.

Aber welch ein Herr! Völlig anders als weltliche Herrscher sich aufführen und feiern lassen.

Christus geht den unteren Weg, „Obwohl er in jeder Hinsicht Gott gleich war, hielt er nicht selbstsüchtig daran fest, wie Gott zu sein. Nein, er verzichtete darauf.“  Er verzichtete auf die Position, die ihm zustand. Er war nicht getrieben von der Sorge um sich selbst, sondern erniedrigte sich selbst – uns zu erlösen.

Das gilt bis auf diesen Tag: Christus beugt sich ganz tief hinab zu den Menschen, richtet Gebeugte auf, stärkt die Schwachen, erbarmt sich derer, die im Elend sitzen, tröstet die Traurigen, nimmt die Last anderer auf seine Schultern – Christus, der Herr, der mitleidet.

Sein Weg führte Jesus zunächst nach Jerusalem, dann aber über die Stadt hinaus an das Kreuz auf Golgatha. Ein Kreuzweg. Etliche Menschen kreuzen seinen Weg, winken mit Palmzweigen, legen sie auf den Weg,  jubeln ihm noch zu: „Hosianna du Sohn Davids“.

Hosianna, ursprünglich ein Gebetsruf, Herr, hilf doch!

Mit dieser Bitte riefen die Menschen Jesus hinein in ihre Sorgen und zugleich riefen sie ihn zum Herrn aus über all ihre Ängste und Bürden. Der Kyrios ist größer als die Not, der Herr ist auch Herr über die Schrecken und Nöte – das drücken sie mit dem Gebetsruf aus.

„Hosianna, Herr, hilf uns doch.“

Das könnte auch unsere Bitte und unser Gebet sein:

- Herr, hilf uns doch in unserer weltweiten Notsituation,

- hilf den Menschen, die von dem Coronavirus getroffen und den Folgen betroffen sind,

- hilf denen, die sich schutzlos und schwach fühlen, die um jeden Atemzug kämpfen müssen auf Leben und Tod,

- stärke und schütze die, die sich in ihrer Fürsorge und ihrem Dienst hingeben bis an den Rand der Erschöpfung und darüber hinaus, um denen zu helfen, die hilfebedürftig sind,

- hilf denen, die weitreichende Entscheidungen zum Nutzen aller treffen müssen.

Herr, erbarme dich unser, Herr, hilf uns doch.

 

 

Wir rufen zu einem Herrn, der sich klein gemacht hat, der mitleiden kann,

der für uns da ist. Gott, der in Jesus Christus uns nahe ist, kennt Not, er hat sie am eigenen Leib erfahren und erlitten.

Jesus Christus, der Herr, hat zugesagt, bei uns zu sein, alle Tage; das gilt dann auch und besonders in schweren Tagen.

Weil wir uns getragen und geborgen wissen dürfen in Christus Jesus, dem Herrn der Welt, unserem Herrn und Erlöser, unserem Bruder, können wir für andere zu Lastenträgern werden. Dazu ermutigt uns der Apostel Paulus mit dem Hymnus der Christenheit: Jesus Christus ist der Herr!

Und wir beten zu ihm: „Hosianna, Herr, hilf uns doch.“

Gott hört dein Gebet. Er versteht, was sein Kind bewegt. Gott hört dein Gebet.

 

Gott segne Sie.

Ihr Martin Haupt-Schott

 

 

Termine

... in der Lindenbergstr. 8
AKTUELLE INFORMATIONEN

 

Aufgrund der Corona-Pandemie werden auch in unserer Gemeinde alle Veranstaltungen und Zusammenkünfte in der nächsten Zeit nicht stattfinden können.

Wir bitten um Verständnis, dass die Mitarbeiterinnen des Gemeindebüros in den regulären Öffnungszeiten (Montag, 14 bis 17 Uhr, Mittwoch und Freitag, 9 bis 12 Uhr) nur telefonisch zu erreichen sind (Tel: 02192 4366). Sie können Ihr Anliegen auch auf den Anrufbeantworter sprechen oder eine Email (hueckeswagen@ekir.de) schreiben. Der Publikumsverkehr muss leider eingestellt werden.

Natürlich stehen unsere Pfarrer weiterhin für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung, wenn Sie dies wünschen. Bitte rufen Sie dazu Ihren Pfarrer an:

Pfarrer Haupt-Schott (3651),

Pfarrer Lenth (1013),

Pfarrer Suder (932790).